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Schäferhund Erziehung – Tipps für den Umgang mit dem Schäferhund


Ein Schäferhund sollte liebevoll aber konsequent erzogen werden. Dabei gilt es, immer ruhig zu bleiben und die diversen Übungen ständig zu wiederholen.

Der Hund wird schnell lernen, dass sein Besitzer das Sagen hat und zu einem gutmütigen, verspielten und treuen Begleiter heranwachsen.

Mit der Erziehung beginnt man im Welpenalter beziehungsweise sobald der Schäferhund in das Eigenheim einzieht.

Neben der reinen Erziehung benötigt ein Schäferhund ausreichend Auslauf sowie eine geistige und körperliche Auslastung.


Warum die Erziehung Deines Schäferhundes so wichtig ist!

Du möchtest sicherlich harmonisch mit Deinem Vierbeiner zusammenleben. Dazu gehört auch eine geregelte Rangordnung, ein artgerechtes Zuhause, Beschäftigung und Training. Der tolle Grundcharakter Deines Vierbeiners kann sich nur entfalten, wenn Du Deinen Hund anleitest und erziehst.

Vorteile einer guten Erziehung:

  • Gemeinsam Trainingserfolge erzielen und feiern macht Spaß.
  • Ist förderlich für eine gute Bindung zwischen Hund und Mensch.
  • Die Rangordnung wird geregelt und verdeutlicht.
  • Der Schäferhund wird lernen Dir, Deinen Fähigkeiten und Deinem Urteil zu vertrauen.
  • Vereinfacht die Kommunikation zwischen Vier- und Zweibeiner.
  • Sorgt für ein geregeltes Zusammenleben. Der Hund kennt die Regeln im Hause seiner Familie.
  • Es ist kein Problem, den Hund überall hin mitzunehmen. Egal ob auf Spaziergänge, ob es Hundebegegnungen gibt, er mit in den Biergarten oder zu Freunden soll.
  • Ein wohlerzogener Hund darf mehr Freiheiten genießen, weil er Befehle befolgt und sich zu benehmen weiß. Beispielsweise darf ein Hund der zuverlässig abrufbar ist ohne Leine laufen.
  • Gassirunden sind entspannt und Du musst nicht befürchten, dass andere Hunde angepöbelt werden, Radfahrer verbellt oder Autos gejagt werden.
  • Dein Hund kann ohne Bell-Konzert alleine zu Hause bleiben und ist kein Ärgernis für Nachbarn.
  • Besuch kann problemlos empfangen werden.
  • Dein Schäferhund zerstört keine Sachen im Haus.

Tipps für die Erziehung Deines Schäferhundes

Aller Anfang ist schwer. Bis der Schäferhund Dich und Deine Befehle versteht, werden viele Wiederholungen nötig sein. Hier ein paar Tipps, damit das Training von Anfang an richtig verläuft und Dir keine Steine im Weg liegen:

Wenig Ablenkung

Du kannst Dich auch nicht konzentrieren, wenn viel Trubel herrscht und es ist laut oder hektisch zugeht. Deinem Hund geht es genauso. Es wird ihm schwerfallen, sich auf Dich zu konzentrieren und mitzuarbeiten. Für einen Welpen, der eh alles entdecken will und alles spannend findet ist es erst recht eine Herausforderung.

Trainiere darum zu Beginn immer in einer reizarmen Umgebung, wie dem Wohnzimmer, dem Garten oder einem ruhigen Feldweg. Steigere langsam den Grad der Ablenkung. Dein Hund soll später natürlich auch bei großer Ablenkung Deinen Befehlen folge leisten.

Achte auf Dein Timing

Es ist sehr wichtig, dem Hund genau in dem Moment zu loben oder zu tadeln, wenn er gewünschtes oder unerwünschtes Verhalten zeigt. Es bringt tatsächlich wenig, wenn Du mit ihm schimpfst, obwohl seine Aktion vielleicht schon ein paar Minuten her ist. Denn Hunde leben im Moment und erinnern sich nach wenigen Augenblicken nicht mehr an die Missetat oder die korrekte Ausführung eines Befehls.

Bleibe ruhig

Hundeerziehung kann durchaus frustrieren. Ein Befehl, der schon tausend Mal geübt wurde klappt immer noch nicht oder Dein Schäferhund schaltet beim Abrufen zuverlässig auf Durchzug. Besonders in der Pubertät kann es Rückschläge geben und perfekt beherrschte Kommandos sind scheinbar wieder vergessen. Bleibe entspannt. Das Training wird sich auf lange Sicht immer auszahlen. Keinesfalls solltest Du den Schäferhund schlagen oder pausenlos auf ihn einreden und schimpfen!

Bleibe zuverlässig und konsequent

Wenn Du in ähnliches Situationen immer gleich oder zumindest ähnlich reagierst, stärkt dies das Vertrauen Deines Hundes in Dich. Er wird lernen, dass Du in einer Situation die Führung übernimmst, er Dir vertrauen kann und Dein Verhalten absehbar ist. Lernt Dein Hund z.B., dass er nichts auf dem Sofa verloren hat, wird er dies beispielsweise auch nicht bei den Nachbarn versuchen, wenn er dort zu Besuch ist.

Ebenso sollten alle Zweibeiner im Vorfeld überlegen, was dem Hund gestattet wird und was nicht. Daran haben sich dann alle ohne Ausnahme zu halten.

Klärt also unter anderem Fragen, wie…

  • Darf der Hund auf dem Bett oder Sofa schlafen?
  • Darf er uns zur Begrüßung anspringen?
  • Hände ablecken ist okay?
  • Erlauben wir ihm, in den Garten oder in den Hof zu machen?
  • Soll er bei Besuchern Laut geben oder unterbinden wir Bellen generell?

Den eigenen Namen kennenlernen

Schäferhund Erziehung
Die Erziehung des Schäferhund muss so früh wie möglich beginnen. Bereits am Tag des Einzugs ins neue Haus musst Du mit der richtigen Erziehung starten.

Zu den ersten Dingen, die ein Schäferhundwelpe lernen sollte, gehört der eigene Name.

Damit der Hund versteht, dass er gemeint ist, muss der Name immer wieder geübt werden.

Läuft der Hund beispielsweise auf seinen Besitzer zu, wird der Name des Vierbeiners gerufen. Anschließend wird gelobt.

Auf diese Weise entsteht eine positive Verknüpfung vom Namen zum Lob. Nach einigen Übungen hat der Schäferhund in der Regel sehr schnell verstanden, dass er gemeint ist.

Allerdings solltest Du seinen Namen nie in Zusammenhang mit etwas Ungewolltem bringen, damit der Vierbeiner diesen nicht mit einer Bestrafung verknüpft.

Hat der Hund zum Beispiel sein Geschäft in der Wohnung verrichtet, solltest Du nicht seinen Namen nennen, sondern lieber ein klares Kommando, wie etwa „Nein“ geben.

Wichtig: Grenzen setzen

Der Schäferhund muss von klein auf seine Grenzen kennenlernen, damit später keine unliebsamen Verhaltensweisen wieder mühsam abtrainiert werden müssen.

Grenzen Setzen Schäferhund Erziehung
Neben der Konsequenz ist das Grenzen Setzen einer der Stützpfeiler einer richtigen Schäferhund Erziehung.

Hier gilt es stets, ruhig aber bestimmt zu sein. Bettelt das neue Familienmitglied beispielsweise ständig am Tisch, sollte nicht nachgegeben werden.

Wesentlich besser ist auch hier wieder ein klares Kommando, etwa „Nein“ und unterstützend kannst Du mit dem Arm/der Hand auf seinen Platz zeigen.

Sollte der Welpe dieser Aufforderung nicht nachkommen, führst Du ihn zu seinem Platz und lässt ihn sich hinsetzen. Dann wird er gelobt und man selbst begibt sich wieder zum Mittagstisch.

Wahrscheinlich wird der Welpe immer einmal wieder sein Glück probieren und am Tisch betteln. Hier ist dann Konsequenz gefragt. Das Szenario wird solange wiederholt, bis der Hund gelernt hat, dass er nichts vom Tisch bekommt und das er nicht betteln soll.

Diese Methode kann in vielen verschiedenen Situationen eingesetzt werden, wie etwa wenn der Hund nicht in das Bett oder auf das Sofa darf.

Wie bekomme ich meinen Schäferhund stubenrein?

Um den Schäferhund stubenrein zu bekommen, ist ebenfalls Geduld gefragt. Es empfiehlt sich, für die Zeit direkt nach dem Welpen-Kauf Urlaub zu nehmen, damit das „Projekt Stubenreinheit“ besser durchgeführt werden kann.

Wenn ein Welpe sich in der Wohnung löst, kommt das daher, dass er noch nicht in der Lage ist, seine Blase zu kontrollieren: Er muss körperlich reif genug und in der Lage sein, dies zu steuern. Außerdem weiß er ja nicht, dass Häufchen in der Wohnung nicht erlaubt sind. Dies muss er lernen und erst trainiert werden.

  • Zunächst einmal gilt es, das Tier genau zu beobachten und auf etwaige Anzeichen zu achten. Wird der Schäferhund sehr unruhig, fiept und/oder sieht sogar zur Tür, dann ist das ein eindeutiges Zeichen, dass es jetzt schnell gehen muss. Hier hast Du in der Regel keine Zeit mehr, Dich beispielsweise erst noch umzuziehen, denn wenn der Welpe „muss“, dann muss er sofort.
  • Nachdem der neue Mitbewohner sein Geschäft außerhalb der Wohnung erledigt hat, wird er ausgiebig gelobt. So verbindet er das Rausgehen und lösen mit etwas Positivem. Zudem lernt der Vierbeiner hier auch, dass es richtig ist, sich zu melden, wenn er sein Geschäft verrichten muss.
  • Warst Du nicht schnell genug beziehungsweise hast Du einmal nicht bemerkt, dass das Tier raus wollte, dann sollte der Schäferhund keinesfalls im Nachhinein dafür bestraft werden. Denn der Welpe kann die vorausgegangene Tat nicht mit einem späteren Schimpfen verknüpfen.
  • Da Welpen sich in der Regel nach dem Schlafen, Trinken, Fressen und Spielen lösen müssen, solltest Du jeweils sofort danach mit ihnen rausgehen.
  • Auch morgens nach dem Aufwachen und abends vor dem Zubettgehen, solltest Du mit dem Welpen rausgehen. Hier ist klar im Vorteil, wer deinen Garten oder Hof hat. So kann der Welpe auch zwischendurch mal schnell hinausgelassen werden.
  • Einige bevorzugen für die Anfangszeit oder für die Nacht eine Welpentoilette, die an einem festen Ort aufgestellt wird. Allerdings kann es später schwierig werden, dem Hund das Lösen im Haus wieder abzutrainieren oder er sucht immer noch diesen Platz auf, auch wenn die Welpentoilette gar nicht mehr dort steht.

Die Kommandos „Sitz“ und „Platz“

Zu den wichtigen Grundbegriffen, die der Schäferhund lernen sollte, gehören „Sitz“ und „Platz„. Am besten wählst Du für die Übungsstunden eine ruhige Umgebung aus, in der der Hund nicht abgelenkt ist. Anschließend gehst Du für die Übung „Sitz“ wie folgt vor:

  • Stelle Dich, mit einem Leckerli in der Hand, direkt vor den Welpen. Jetzt streckst Du den Zeigefinger aus und hebst den Arm hoch, sodass das Tier hochschauen muss, um das Leckerli zu sehen. Das Tier wird sich jetzt, schon allein aufgrund des Leckerlis, beim Hochsehen hinsetzen.
  • Sobald der Welpe sich hinsetzt, wird „Sitz“ gerufen.
  • Anschließend lobst Du den Schäferhund und gibst ihm sein wohl verdientes Leckerli.
  • Sollte der Welpe während der Übung versuchen hochzuspringen, wird deutlich „Nein“ gerufen, einen Schritt zurückgegangen und erneut begonnen.

Sobald der Vierbeiner das Kommando „Sitz“ beherrscht, kann „Platz“ geübt werden. Hierfür lässt Du das Tier zuerst „Sitz“ machen. Dann nimmst Du wieder ein Leckerli und gehst mit der flach ausgestreckten Hand auf den Boden.

Der Schäferhund wird von selbst „Platz“ machen, um an das Leckerli unter der Hand zu gelangen, die jetzt auf dem Boden liegt. Sobald das Tier „Platz“ macht, wird wieder gelobt und das Leckerli gegeben. Steht der Hund jedoch aus dem „Sitz“ auf, starte noch einmal von vorne.

Mit der Zeit wird es dann nicht mehr notwendig werden, die Hand zum Boden zu führen. Dann reicht das Kommando und eventuell die flache Hand aus, die nur ein kurzes Stück nach unten geführt wird.

„Bleib“: Sitzenbleiben, auch wenn’s schwerfällt

Schäferhund Grundkommandos
Gerade bei einer so großen Hunderasse wie dem Schäferhund ist es wichtig, dass der Hund die Grundkommandos beherrscht.

Soll der Schäferhund an einer Stelle warten, dann wird das so geübt:

  • Als Erstes erhält der Welpe das Kommando „Sitz„.
  • Danach wird „Bleib“ gerufen und sich langsam wenige Schritte entfernt.
  • Bleibt der Schäferhund sitzen, geht man zurück, lobt ihn und er bekommt das obligatorische Leckerli.
  • Läuft er hinterher, wird er zu seinem Ausgangsplatz zurückgeführt und die Übung von Neuem begonnen.
  • Bleibt der Welpe sitzen, bellt jedoch, dann warte, bis er wieder ruhig ist, und gehe dann erst zu ihm zurück.
  • Jetzt wird nach demselben Schema die Entfernung nach und nach vergrößert.

„Hier“: Auf Befehl kommen

Beherrscht der Schäferhund das Kommando „Bleib“, wird „Hier“ geübt. Der Welpe soll von seinem Sitzplatz aus direkt zum Besitzer kommen.

  • Zunächst wird der Befehl „Bleib“ erteilt und wie gewohnt entfernst Du Dich von Deinem Hund.
  • Jetzt wird laut und lang gezogen „Hier“ gerufen sowie das Kommando mit ausgestrecktem Arm und Zeigefinger, der auf den Boden vor einem zeigt, verbunden.
  • Kommt der Hund angerannt, wird er sofort gelobt und darf sich über ein Leckerli hermachen.
  • Sobald dieser Schritt klappt, kann der Hund, wenn er beim Besitzer angekommen ist, auch gleich das Kommando „Sitz“ erhalten. Und auch hier wird wieder gelobt und Leckerlis verteilt. Auf diese Weise läuft er nicht gleich wieder weg, sondern bleibt vor Ort.
  • Schweift der Welpe jedoch unterwegs ab, wird die Übung wiederholt.

„Aus“: das Wiederhergeben der „Beute“

Schaeferhund geht ueber bewegliche Brucke
Ein Hundetrainer lässt den Schäferhund über eine bewegliche Fassbrücke gehen.

Immer wieder kommt es beim Gassi gehen vor, dass Hunde etwas ins Maul nehmen, das zwar nicht zum Fressen geeignet ist, was sie jedoch ungern oder überhaupt nicht wieder hergeben.

Abhilfe schafft hier das Kommando „Aus„. Hierfür wird zunächst mit dem Hund, beispielsweise mit einem Stock oder Ball, gespielt. Jetzt nimmt man ein Leckerli in die Hand und lässt den Vierbeiner daran schnüffeln.

Da der Fressreiz in der Regel weitaus verlockender ist, als der Ball oder Stock, wird der Schäferhund das Spielzeug fallen lassen.

Und genau in diesem Moment muss „Aus“ gerufen und das Leckerli gegeben werden. Auch hier führen Geduld und Wiederholung zum Ziel.

„Nein“: ein Kommando mit „Zweitbefehl“

Sitz Bleib Platz Kommandos Schäferhund
Wie bringe ich dem Schäferhund die Grundbegriffe bei?
Sitz, Hier, Steh, an der Leine führen, Platz, Bleib, Aus, Nein

Ein weiteres wichtiges Kommando in der Hunde-Erziehung lautet „Nein„. „Nein“ übt man am besten in Zusammenhang mit einem anderen Befehl, wie „Sitz“. Bleibt der Hund nicht sitzen, wird „Nein“ gerufen.

Sitzt er wieder, wird der Welpe gelobt. Dabei muss das Kommando nicht laut aber bestimmt ausgesprochen werden. Sobald der Schäferhund verstanden hat, dass „Nein“ bedeutet, dass er etwas nicht darf, wird er den Befehl auch in anderen Situationen befolgen.

Wichtig bei diesem Kommando ist, dass nach dem „Nein“ umgehend ein weiterer Befehl gerufen und der Welpe belohnt wird. Als Beispiel: Ist der Welpe im Begriff etwas Unverträgliches zu fressen, wird „Nein“ gerufen.

Jetzt hebt er in der Regel den Kopf und schaut zu seinem Besitzer. In diesem Moment sollte ein „Hier“ erfolgen. Der Vierbeiner läuft zurück und wird gelobt.

Auf diese Weise verknüpft er mit dem Verbot, dem Kommando „Nein“, dennoch etwas Positives. So wird die Beziehung zwischen Herrchen beziehungsweise Frauchen und dem Schäferhund noch weiter gestärkt.

Außerdem wird der Welpe wesentlich lieber dem „Nein“ gehorchen, wenn er weiß, dass hinterher etwas Positives erfolgt.

Gewöhnung an Halsband und Leine

Schäferhundwelpe an Leine gewöhnen
Es ist mit ein paar Tricks relativ einfach den Schäferhundwelpen an die Leine zu gewöhnen.

Für Welpen sollten zunächst nur Brustgeschirre oder weiche und breite Halsbänder genommen werden.

An das Halsband gewöhnt sich der neue Mitbewohner ganz schnell, wenn er es umgebunden bekommt, bevor er sein Futter erhält.

Auf diese Weise wird das Halsband schnell zu etwas ganz „Tollem“, denn: Halsband bedeutet Futter. Lässt er sich das Halsband ohne Weiteres umbinden, wird die gleiche Übung mit der Leine wiederholt.

Das erste Mal mit Leine raus

Hat sich der Schäferhund an Halsband und Leine gewöhnt, folgt der erste angeleinte Ausflug ins Freie. Sollte der Welpe dieser neuen Situation nicht trauen und sich nicht vom Fleck bewegen, gehst Du so vor:

  • Oft hilft bereits freundliches Zureden.
  • Versagt die Freundlichkeit, dann lockt man mit einem Leckerli oder dem Lieblingsspielzeug.
  • Keinesfalls sollte der Hund auf den Arm genommen werden, da der Vierbeiner schnell merkt, dass er mit seinem „Nicht-laufen“ Erfolg hat.

Zieht der Kleine dagegen an der Leine, hilft eine ganz einfache Maßnahme: Stehenbleiben. Zieht der Hund weiter, bleibt man solange stehen, bis er sich zu einem umwendet und die Leine durchhängt. Jetzt wird gelobt und weitergegangen.

Allerdings muss diese Übung unbedingt bei jedem Ziehen sofort wiederholt werden. Andernfalls wird das Tier sicherlich auch noch im Erwachsenenalter unbarmherzig an der Leine ziehen, weil er nichts anderes kennt.

Leinenaggression beim Deutschen Schäferhund

Ein Hund mit Leinenaggression ist oftmals schwer zu handhaben. Einige Rassevertreter machen einen riesigen Aufstand an der Leine, pöbeln aber zum Glück nur rum, andere würden (wenn sie könnten) sogar zum Angriff übergehen. Doch egal, ob Dein Hund nur eine Abwehrhaltung einnimmt oder zubeißen würde:

Es ist ein Risiko für Dich und andere Halter und deren Vierbeiner. Bedenke, dass ein Schäferhund, der an der Leine zieht, Dich im schlimmsten Fall aus dem Gleichgewicht bringen kann. Du könntest verletzt werden oder Dein Hund rennt womöglich auf die Straße, verursacht einen Unfall oder gerät in eine Beißerei. Alles sehr unschöne Szenarien.

Doch was sind eigentlich die Auslöser für Leinenaggression:

Dein Vierbeiner ist womöglich einfach nur frustriert. Die kurze Leine unterbindet eine Kommunikation via Körpersprache mit Artgenossen. Außerdem darf der Schäferhund vielleicht nicht zu jedem anderen Hund hinlaufen, möchte es aber gerne. Der Frust schlägt irgendwann in das Ziehen und Zerren um und der Schäferhund ist aufgeregt und frustriert. Oftmals sind solche Leinenrambos im Freilauf ganz friedlich und verträglich.

Es könnte aber auch sein, dass im Welpen- und Junghundalter auf eine Sozialisation des Vierbeiners wenig Wert gelegt wurde. Hier weiß der Schäferhund nichts mit seinem Gegenüber anzufangen oder hat die „Hundesprache“ nie wirklich lernen können.

Eine mangelhafte Rangordnung im eigenen Rudel kann ebenfalls Usache für die Aggression sein. Dein Schäferhund ist womöglich der Meinung, die Führung übernehmen zu müssen und Begegnungen mit anderen Hunden selbst zu regeln.

Weitere Auslöser:

  • Territorialverhalten
  • Schutzinstinkt
  • Schlechte Erfahrungen mit anderen Vierbeinern (Beißvorfälle, Mobbing usw.)
  • Sexualpartner (läufige Hündin) / Rivalen
  • Erzfeind (einige Hunde können sich, aus welchen Gründen auch immer, einfach nicht riechen)
  • Schmerzen können zu einer Übersprunghandlung führen und der Schäferhund reagiert plötzlich aggressiv. Gab es keinerlei besondere Vorkommnisse und Dein Hund ist plötzlich aggressiv an der Leine, so suche bitte einen Tierarzt auf, um Krankheiten auszuschließen.

Was kann ich tun, wenn mein Schäferhund leinenaggressiv ist?

Bleibe cool!

Dein Verhalten beeinflusst ganz entscheidend mit, wie sich der Schäferhund an der Leine gibt. Ein souveräner Hundeführer mit sicherem Auftreten und starker Persönlichkeit wird als zuverlässig vom Vierbeiner eingestuft. Heißt mit anderen Worten: Wenn Du ruhig bleibst, wird es Dein Hund vermutlich auch. Im Umkehrschluss: Bist Du nervös, angespannt, schreist rum, ruckelst an der Leine oder wirst panisch, traut Dein Hund Dir die Führung nicht zu.

Bedenke: Alle Vierbeiner haben ein feines Gespür für die Stimmung ihrer Besitzer und bemerken Hormonschwankungen ebenso. Versuche also bestimmt und besonnen zu bleiben.

Überdenke Dein Equippment

Frage Dich, ob Dein Vierbeiner ausreichend ausgelastet und bewegt wird. Hunde, die körperlich und geistig beansprucht werden, entwickeln viel seltener Unarten. Aber auch die Art, wie Du mit Deinem Schäferhund spazieren geht, ist wichtig. Darf er Freilauf genießen, hat er Kontakt mit anderen Hunden? Sollte er nicht abrufbar sein, arbeite unbedingt daran und nutze vorübergehend eine Schleppleine für mehr Bewegungsfreiheit. Ist der Schäferhund nicht wirklich leinenführig und zieht oft, arbeite auch an diesem Problem. Hier könnte es übrigens auch helfen, vom Halsband auf ein Geschirr zu wechseln, da dies weniger Druck und Schmerz auf den Hals ausübt.

Versuche es mit „Bestechung“

Verknüpfe von nun an Hundebegegnungen mit etwas Angenehmen. Sobald Ihr einem anderen Vierbeiner begegnet, zaubere die absoluten Lieblingsleckerlis Deines Hundes hervor. Halte diese Deinem Schäferhund unter die Nase, um ihn so abzulenken. Du kannst gerne kleine Mini-Happen so lange anbieten, bis das Zusammentreffen vorüber und der andere Hund vorbeigelaufen ist. Ein Spielzeug funktioniert bei einigen Kandidaten ebenso gut wie Leckerchen.

Vermeide Hundebegegnungen

Du kannst gezielt Orte vermeiden, wo viele Hundebesitzer unterwegs sind. Oder Du verlegst Eure Gassirunden auf eine Zeit, in der wenige andere Hund-Mensch-Gespanne draußen sind. Also beispielsweise sehr früh am Morgen.

Es kann ebenfalls nützlich sein, die Individualdistanz Deines Schäferhundes zu ermitteln. Viele Hunde reagieren erst aggressiv, wenn diese unterschritten wird. Manche warten, bis der fremde Artgenosse in unmittelbarer Reichweite ist, während andere schon bei Sicht auf weite Entfernund rumpöbeln und sich in die Leine werfen. Kennst Du die Toleranz Deines Hundes, so kannst Du immer einen gewissen Mindestabstand einhalten.

Augenkontakt unterbinden.

Schiebe Dich beim zusammentreffen mit einem Hund zwischen Dich und den anderen Vierbeiner. Du agierst also als Puffer. Du kannst Deinen Schäferhund auch hinter Dir gehen lassen oder die Sicht mit Deinen Beinen versperren.

Ebenfalls möglich: Weiche hinter eine Hecke oder Mauer aus oder nutze ein parkendes Fahrzeug, um Augenkontakt zu vermeiden. Du kannst auch das Kommondo „Schau“ mittels Klicker einführen. Hier soll sich der Hund ganz auf Dich konzentrieren und mit Dir Augenkontakt halten, bis Du einen Auflösebefehl gibst.

Kommt Euch ein anderer Hund entgegen, kannst Du Deinen Vierbeiner auch „Sitz“ oder „Platz“ machen lassen, und zwar mit dem Rücken zum vermeintlichen Rivalen.

Hundetrainer aufsuchen

Schnell, effektiv, mit persönlich zugeschnittenem Training. Wenn Du die Leinenaggression beim Schäferhund möglichst schnell in den Griff bekommen möchtest, ist eine Hundeschule oder ein Hundetrainer die beste Wahl. Hier bekommst Du schnelles Feedback und viele Tipps. Der Übungsleiter kann Dich und Deinen Vierbeiner beobachten und schnell die Ursache für die Aggression herausfinden. Vermutlich werdet Ihr erstmal auf dem Trainingsplatz üben, ehe es gemeinsam ans Eingemachte geht.

Übrigens: Übernimm Verantwortung, wenn Du einen Hund mit Leinenaggression hast. Ein Maulkorb gibt nicht nur Sicherheit, dass im Ernstfall nichts passieren kann, sondern nimmt auch viel Stress aus der Situation heraus. Und wie schon erwähnt: Bist Du entspannt, ist es der Hund meist auch.

Den Schäferhund allein lassen

Bereits frühzeitig sollte damit begonnen werden, den Welpen für zunächst sehr kurze Zeit allein zu lassen. Ideal für eine solche Übung sind beispielsweise die alltäglichen Gänge zum Briefkasten, Auto oder zu den Mülltonnen.

Wenn der Schäferhund irgendwann ganz ruhig auf seinem Platz liegt, gehst Du ganz einfach ohne großes Aufheben zur Haustür hinaus und kommst gleich darauf wieder zurück.

Ehe der Welpe sich versieht, belohnst Du ihn mit einem Leckerli. Werden diese kurzen Allein-Phasen klaglos hingenommen, kannst Du die Zeit immer weiter ausdehnen. Jault der Hund jedoch, darf man keinesfalls sofort zurückkommen.

Der Welpe wird das als ein Ergebnis seines Heulens beurteilen und somit immer lauter werden. Sobald das Tier ruhig ist, kehrst Du in das Haus zurück.

Wird die Zeit des Alleinseins ausgedehnt, solltest Du vorab eine lange Gassigeh-Runde einlegen, mit dem Vierbeiner ausgiebig spielen und ihm Zeit lassen, sich zu lösen. Müde und erleichtert lässt es sich wesentlich besser auf den Besitzer warten.

Weitere Tipps:

  • Mache keine große Abschieds- oder Willkommensszene. Es soll normal werden, dass Du kommst und gehst.
  • Richte Tabuzonen im Haus ein, wie das Badezimmer oder die Küche. Du kannst Räume auch mit einem Türschutzgitter unzugänglich machen. So kann Dich der Vierbeiner aber immer noch sehen.
  • Bleibe nicht in der Nähe der Wohnung / des Hauses, wenn Du rausgehst. Dein Hund riecht und hört Deine Anwesenheit noch. Wenn Du wissen möchtest, was Dein Schäferhund so treibt, benutze eine Webcam oder eine spezielle Heimtierkamera. Letztere alarmiert Dich sogar auf Deinem Handy, sollte Dein Hund bellen, denn sie registriert Laute und Geräusche. So kannst Du nachsehen, was daheim los ist.
  • Biete einen Kausnack oder einen Leckerbissen als Ablenkung ab, wenn Du gehst.
  • Natürlich ist es für Deinen Schäferhund schön, wenn er vierbeinige Gesellschaft hat und somit ein weiteres Rudelmitglied zugegen ist. Dies erleichtert es ein wenig, wenn die Menschen nicht zu Hause sind. Allerdings ist dies kein Freischein, die Hunde ewig alleine zu lassen. Auch zwei Hunde haben Bedürfnisse und müssen sich erleichtern, wollen spielen und beschäftigt werden.
  • Schaffe einen schönen Rückzugsort für Deinen Hund. Ein bequemes Hundebett oder sogar eine kuschelig hergerichtete Transportbox.

Wie lange kann ich meinen Schäferhund alleine lassen?

Einige Hunden mögen Glück haben und es ist fast immer rund um die Uhr jemand zu Hause. Doch selbst in solch einem Fall kann es Situationen geben, wo der Hund einfach nicht mit kann. In den Supermarkt, zum Zahnarzt, ins Kino oder Restaurant beispielsweise. Also musst Du Deinen Hund daran gewöhnen, dass er hin und wieder alleine ist.

Denn natürlich wird es ein Rudeltier nicht besonders angenehm empfinden, alleine das Haus zu hüten und auf die Rückkehr seiner Menschen zu warten. Besonders Welpen können schnell Panik bekommen, was durchaus verständlich ist, denn in der Natur sind kleine Welpen Fressfeinden schutzlos ausgeliefert, wenn keine Artgenossen zur Verteidigung zugegen sind. Dennoch solltest Du, nachdem sich der Welpe einige Zeit bei Dir einleben durfte, frühzeitig damit beginngen, ihn ans Alleinesein zu gewöhnen.

Doch wie lange ist es einem Hund überhaupt zumutbar, alleine zu sein? Hier gehen die Meinungen deutlich auseinander und es wird leidenschaftlich diskutiert. Menschen, die einem Vollzeitjob nachgehen erklären, dass 8 oder 9 Stunden in Ordnung sind, wenn der Hund die Zeit davor und danach ausreichend ausgelastet und beschäftigt wird. Andere hingegen vertreten die Meinung, dies sei zu lang und der Vierbeiner müsse sich zwischendurch lösen können. Einige beschränken die Zeitspanne darum auf 4-5 Stunden.

Wie immer ist vermutlich eine Einzelfallbetrachtung notwendig, um die richtige Stundenanzahl auszumachen. Berufstätige Menschen sollten allerdings tatsächlich im Hinterkopf behalten, dass es nicht artgerecht ist, wenn der Vierbeiner den ganzen Tag alleine ist. Hier sollte über eine Fremdbetreuung nachgedacht werden. Also Tiersitter, Hundetagesstätten usw. Auch ein anderes Familienmitglied, ein Freund oder Nachbar könnte den Hund zwischendurch besuchen und ihn beschäftigen oder spazierengehen. Vielleicht kannst Du auch in der Mittagspause kurz nach Hause?


Was ist Klickertraining?

Klickertraining Schäferhund
Das Klickertraining ist beim Schäferhund Training sehr beliebt.

Von vielen Besitzern wird in der Schäferhund Erziehung das sogenannte Klicker-Training eingesetzt. Der Klicker kann mit einem Knackfrosch verglichen werden. Er erzeugt durch Druck ein lautes „Klick“ Geräusch.

Dieses wirkt als ein konditionierter Bestärker. Hat der Schäferhund etwas Gut gemacht, erfolgen sofort ein „Klick“ und eine Belohnung.

Wird beispielsweise das Kommando „Sitz“ geübt, wird sofort beim Hinsetzen geklickt und das Leckerli gegeben. Hunde lernen das Klicker-Training, das auf Erfolg ausgerichtet ist, in der Regel sehr schnell.

Tipp: Hunde Clicker-Box

Hunde Clicker BoxDie Schäferhund-Erziehung wird mit einem Klicker wesentlich einfacher. Mit dieser Art Knackfrosch bist Du blitzschnell in der Lage Deinem Schäferhund ein Feedback zu geben.

Dank der 36 in sich geschlossenen Übungseinheiten auf Trainingskarten kannst Du immer und überall mit Deinem Schäferhund clickern. Das macht nicht nur Spaß, sondern fordert gleichzeitig Körper und Geist des Hundes.

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Was ist in der Box?

Clicker: Dank dem beigelegten extra leicht zu bedienenden Clicker, steht dem sofortigen Training nichts im Weg.

Begleitbuch: Hier werden die wichtigsten Grundlagen erklärt und die häufigsten Fragen zum Clickertraining erklärt.

36 Trainingskarten: Ob Clicker-Basics (5 grüne Karten), Grunderziehung (14 gelbe Karten) oder Tricks (17 blaue Karten): auf jeder Karte eine neue Übung – Schritt für Schritt erklärt.

clicker-box
Clicker Box mit Handbuch, Trainingskarten, Clicker und praktischer Box. Mehr Infos dazu auf Amazon

Die Hunde-Clickerbox ist für Einsteiger ein tolles Gesamtpaket, mit dem man den leichten Einstieg ins Clickern findet.

Clickern ist durchaus auch für ältere Hunde geeignet und macht Tier und Halter Spaß, weil man die Fortschritte so gut beobachten kann. Die Konditionierung auf den Clicker geht relativ schnell und darauf kann gut aufgebaut werden.

Die enthaltenen Karten sind robust und in einem handlichen Format. Der mitgelieferte Clicker ist für den Anfang in Ordnung – später empfehle ich den mitgelieferten Klicker durch einen Klicker mit Armband zu ersetzen.

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Empfehlenswert: der Besuch einer Hundeschule

Schäferhund Hundeschule
Suche Dir eine Hundeschule in Deiner Nähe! Dein Hund und vor allem Du werden davon sehr profitieren!

Eine große Hilfe in der Schäferhunderziehung ist der Besuch einer Hundeschule. Dort werden Besitzer und Hund nicht nur die diversen Kommandos und richtigen Verhaltensweisen beigebracht, sondern der Welpe lernt auch andere Hunde kennen, sodass eine gute Sozialisierung stattfindet.

Außerdem kannst Du auf diese Weise unkompliziert mit anderen Hundebesitzern Bekanntschaft schließen und Dich bei Fragen und Problemen jederzeit an den Leiter der Hundeschule wenden.

Dabei ist die Hundeschule nicht nur eine gute Idee, wenn Du noch nie einen Hund hattest. Jeder Vierbeiner ist anders und muss darum auch unter Umständen anders trainiert werden. Als Einstieg kannst Du ein gutes Buch über Hundeerziehung lesen und machst Dich mitunterschiedlichen Trainingsmethoden vertraut. So erfährst Du auch gleich, was Dich bei Eingewöhnung und Training zu Hause erwartet. Natürlich kannst Du anschließend ebenfalls besser einschätzen, welche Trainingsart Dir am besten liegt.

Möchtest Du klickern? Oder mit Hundepfeife arbeiten? Es kann zur Auswahl der richtigen Hundeschule sinnvoll sein, diese zu besuchen und sich anzusehen, wie sie das Training der Vierbeiner angeht. Wie groß sind die Gruppen? Wie ist die Stimmung bzw. der Ton? Wie wird die Erziehung gehandhabt und wie vermittelt?

Welche Vorteile bietet eine Hundeschule bei der Schäferhunderziehung?

  • Anleitung durch einen Trainer.
  • Wie werden Kommandos korregt gegeben und wie sollte im Idealfall die Reaktion des Hundes darauf sein?
  • Mehr Bewusstsein für die eigene Stimme und Körperhaltung. Beides beeinflusst, wie Dich Dein Hund wahrnimmt.
  • Erziehungstipps für das Training zu Hause. Wie Du das Lernen in der Hundeschule auch dahiem vertiefen und fortsetzen kannst.
  • Du bekommst unmittelbares Feedback und Verbesserungsvorschläge. So kannst Du schnell besser werden und Erziehungsfehler vermeiden.
  • Du wirst angeleitet, die „Hundesprache“ zu lernen. Du verstehst Deinen Vierbeiner besser und kannst ihn besser einschätzen, wenn Du seine Körpersprache lesen kannst.
  • Training in der Gruppe macht gleich doppelt Spaß!
  • Gut für die Sozialisierung Deines Hundes.
  • Verbessert die Hund-Mensch-Kommunikation und vertieft die Bindung.
  • Die Ausbildung und die Grundkommandos bilden die Basis eines gut erzogenen Hundes.

Welcher Kurs ist für meinen Schäferhund geeignet?

Welpenkurs

Prima Einstieg für Deinen Welpen. Allerdings solltest Du darauf achten, dass nicht unbedingt von einer Welpenspielstunde die Rede ist, bei der die kleinen Racker einfach aufeinander losgelassen werden. Dies überfordert viele Hunde.

Stehst Du nur am Rand und siehst dem Geschehen zu, so lernt Dein Welpe, dass er bei Begegnungen mit anderen Artgenossen auf sich alleingestellt ist und solche Situationen selbst regeln muss. Dies kann für die Sozialisation mehr nachteilig als förderlich sein. Denn Dein Schäferhund wird auch im Erwachsenenalter Eigeninitiative bei solchen Begegnungen ergreifen und nicht auf Dich achten.

Besser wäre darum ein Welpenkurs, bei dem die Teilnehmer einander vorgestellt werden, wo es Struktur gibt und auch schon erste Kommandos spielerisch vermittelt werden.

Junghundkurs

Während Welpen oftmals noch begeistert mitarbeiten, haben junge Hunde ihre Welpenstube oftmals scheinbar vergessen. Ab jetzt wird rebelliert und Grenzen ausgetestet. Kommandos, die vorher einwandfrei geklappt haben, funktionieren nicht mehr.

Während dieser Flegelphase sollten Besitzer besonders konsequent sein und viel Geduld mitbringen. Du solltest am längeren Hebel sitzen und die Hundeschule kann Dir dabei helfen, die Oberhand zu behalten. Auch wenn es gerade besonders hart ist, heißt es am Ball bleiben und nicht aufgeben.

Und für den erwachsenen Schäferhund?

Bei einem erwachsenen Hund dauert es manchmal länger, bis Befehle verinnerlicht und immer korrekt ausgeführt werden. Doch auch ein älterer Hund lernt noch sehr gern.

Der Besuch in einer Hundeschule mit einem ausgewachsenen Schäferhund kann sinnvoll sein, wenn:

  • Es Dein erster Hund ist.
  • Du unsicher bist und Anleitung möchtest.
  • Es zu Verhaltensauffälligkeiten gekommen ist.
  • Wenn nichts über den bisherigen Ausbildungsstand bekannt ist, was oft bei Auslandshunden der Fall ist oder bei Tieren aus dem Tierschutz.
  • Du die bisherige Ausbildung und Erziehung hast schleifen lassen und es nun Probleme gibt.
  • Du unbewusst Fehler gemacht hast, die zu ungewünschten Verhaltensweisen geführt haben.

Doch es gibt noch weitere Angebote für erwachsene Vierbeiner. Viele Hund-Mensch-Gespanne üben gemeinsam eine Sportart in der Hundeschule aus oder nehmen an einer Begleithundeprüfung teil. Es gibt oft auch Workshops oder Erste-Hilfe-Kurse für alle Herrchen und Frauchen. Ebenfalls beliebt: Social Walks mit anderen Hundebesitzern. Hier geht es mehr um den Spaß, als ums Training.

Wann macht Einzeltraining für den Schäferhund Sinn?

  • Intensivtraining kann schnell Erfolge erzielen
  • Dein Schäferhund ist bei Anwesenheit anderer Vierbeiner extrem abgelenkt oder aufgebracht.
  • Du möchtest an bestimmten Problemen arbeiten, z.B. Verhaltensauffälligkeiten.
  • Der Hund ist nicht ausreichend sozialisiert und pöbelt.
  • Wenn Gruppenunterricht Dir persönlich nicht zusagt.
  • Ein Hundetrainer von Nöten ist, der mit Dir und dem Schäferhund vor Ort (also zu Hause oder in bestimmten Situationen) übt.
Hundeschule für Schäferhunde
Die Hundeschule ist für Schäferhunde Pflicht!

Hast Du einen guten Tipp für die Schäferhund-Erziehung? Bitte hinterlasse einen Kommentar!

Dieser Beitrag hat 22 Kommentare

  1. Christian

    Hallo Namensvetter,

    sehr schöne und informative Seite. Macht viel Freude zu lesen. Weiter so!

    Grüße aus Berlin
    Christian

    1. Schaeferhundseite.de

      Hallo Christian,

      vielen Dank für das große Lob 🙂

      Liebe Grüße,
      Vanessa

  2. Beros

    @ annett:verkauf die Hühner

    1. Schaeferhundseite.de

      Hallo Beros!

      Ich glaube kaum, dass dies eine Lösung für das Problem darstellt. Die Hühner sind ja nicht das eigentliche Problem, sondern der unerzogene Schäferhund. Zwei tote Hühner und ein kaputter Zaun plus das ignorante Verhalten des Schäferhundbesitzers sind mehr als ärgerlich. Die Threaderstellerin hat ja scheinbar das Gespräch gesucht und ist auf taube Ohren gestoßen. Hier könnte durchaus in Betracht gezogen werden, das Ordnungsamt einzuschalten.

      Beste Grüße,
      Vanessa

  3. Sarah Dehne

    Vielen Dank für diese informative Seite, auf den Punkt gebracht und wirklich hilfreich ! 🙂 Das mit dem Platz klappt noch nicht u da werden wir eure Methode nutzen. LG Sarah

    1. Schaeferhundseite.de

      Hallo Sarah,

      vielen Dank für das Lob. Wir freuen uns 😀

      Liebe Grüße,
      Vanessa

  4. David K.

    dies wird uns beim Training unseres 2 Jahre alten de.Schäferhund sicher helfen

  5. Annette Fader

    Hey hallo,
    Unsere Nachbarin wohnt seit einem Jahr bei uns schräg gegenüber und hat zwei Schäferhunde mitgebracht. In der Straße wird gemunkelt, dass das Ordnungsamt bereits zweimal da war, da sie die Hunde im Hochsommer den gesamten Tag und Nacht in einer Gartenhütte eingesperrt hat. Am Tag durften die Hunde dann im Garten vielleicht 1-2 Std mal sein, austoben allerdings nicht, da sie sich laut ihrer Aussage die Pfoten am schon umgegrabenen Boden brechen könnten. Im Garten sind mehrere tiefe Löcher vorhanden, weil die Hunde aus Langeweile damit anfangen. Sie redet davon, dass sie mit den Hunden spezielles Abortiertraining mache und die ja da genug ausgelastet werden… die Löcher sagen etwas anderes.. Seit sie bei uns wohnt, haben wir sie bis auf ein einziges Mal, nie Gassi gehen sehen. Bei diesem Mal hatte sie nur einen Hund dabei und diesen absolut nicht unter Kontrolle. Da die Hunde auch nachts und früh morgens in der Gartenhütte gejault und gebellt haben, haben andere Nachbarn das Ordnungsamt vor circa zwei Monaten gerufen. Leider hat sich an ihrem Verhalten gegenüber den Hunden seitdem trotzdem nichts verändert. An die Gartenhütte hat sie inzwischen einen Zwinger errichtet, trotzallem sind die Hunde den gesamten Tag dort eingesperrt und laufen am Zwingerzaun auf und ab und jaulen und fiepen… wenn sie abends nach Hause kommt, dürfen die Hunde dann wieder in den Garten, dürfen da aber nur ein bisschen herumtrotten. In der Nacht holt sie sie dann ins Haus. Inzwischen fällt die Temperatur zum Abend und frühmorgens auch mal auf den Gefrierpunkt…
    zum „speziellen Training“ fährt sie statt am Wochenende nun auch nicht mehr, da Anhänger und Wagen dafür unter einer Abdeckplane auf der Auffahrt stehen und sie diese nicht mehr anrührt. Beim zweiten Kontrollbesuch vom Vererinäramt, hat sie sie direkt aus dem Zwinger geholt und so getan, als würden die Hunde da nicht den ganzen Tag drin sein… von der Straße aus hat man einen sehr guten Blick auf ihren Garten und kann so jeden Tag die beiden Hunde sehen…
    Wie weit ist das eurer Meinung nach zulässig und was kann man machen wenn es ihr gelungen ist, das Ordnungsamt offensichtlich zu blenden?…
    Liebe Grüße

    1. Schaeferhundseite.de

      Hallo Annette!

      Das klingt absolut nicht nach einer artgerechten Haltung. Die Hunde sind mehr oder weniger auf sich alleine gestellt und bleiben auch bei Minusgraden draußen im Zwinger. Auslauf und Beschäftigung scheint auch gleich Null zu sein. Hinzu kommen Verhaltensauffälligkeiten, wie das Buddeln, Auf- und Ablaufen am Zaun und permanente Jaulen. Womöglich ist die Besitzerin überfordert?
      Ordnungsamt und Veterinäramt wurden ja bereits eingeschaltet. Gebracht hat es (bis auf die Errichtung des Zwingers an der Hütte) ja scheinbar nicht wirklich etwas.
      Vielleicht traut sich jemand im Ort direkt mit der Frau zu sprechen? Vielleicht Hilfe anbieten? Gibt es jemanden in der Nachbarschaft, der selbst Hunde hat und evtl. anbieten könnte, mit den Tieren Gassi zu gehen? Vielleicht ist es der Frau dann auch peinlich und sie nimmt die Beschäftigung ihrer Tiere endlich mal selbst in die Hand. Dass sie die Hunde kaum unter Kontrolle hat, glaube ich gern. Die sind wahrscheinlich super happy endlich auszukommen und die überschüssige Energie loszuwerden.
      Wenn sich an den Umständen nichts ändert, dann noch einmal eines der Ämter einschalten. Vielleicht das Jaulen, das stupide Laufen am Zaun usw. auf Video aufnehmen und den Beamten zeigen. Wenn sich immer wieder jemand beschwert, müssen die irgendwann handeln. Ein Dauerzustand kann dies für die Tiere ja nicht sein. Man könnte die Dame auch darauf hinweisen, dass sie die Hunde evtl. besser abgeben sollte. Insbesondere, wenn sie haltlos überfordert ist und sie nicht artgerecht halten kann. Das würde für Erleichterung auf allen Seiten sorgen.

      Ich hoffe, für die Hunde findet sich schnell eine Lösung. Schön, dass Du Dir so viele Gedanken darum machst und helfen möchtest.
      Liebe Grüße,
      Vanessa

  6. Annette Fader

    Hallo liebe Vanessa,
    Vielen Dank für deine Gedanken dazu. Jetzt gerade laufen die Hunde auch wieder auf und ab und jaulen, während die Besitzerin mit ihrem Handy auf der Terrasse sitzt und eine Zigarette raucht.
    Angesprochen wurde sie schon mehrmals, allerdings hat sie immer wieder abgeblockt, dass die Riere kein Gassi gehen brauchen, weil sie dann für das Training nicht mehr konzentriert genug wären. Davon ab werden sie da dann ausgelastet und sind Wach Bzw. Schutzhunde, keine Jagdhunde.

    Leider sind wir hier in der direkten Nachbarschaft alle voll Berufstätigkeit oder aber Ü70, sodass sich niemand wirklich dauerhaft ums Gassi gegen kümmern könnte. Die Nachbarin hat sich bereits die Zeiten aufgeschrieben, wann die Hunde immer jaulen. Ich werde ab nächster Woche anfangen, alles auch videotechnisch zu dokumentieren, was bei sehr früher Dämmerung nun aber auch Steine in den Weg gelegt bekommt.

    Jedenfalls ist es gut zu wissen, dass ihre Gründe keine gerechtfertigten Gründe sind und das alles eben nicht artgerecht ist, so wie sie dieses hinstellt.

    Viele liebe Grüße
    Annette

    1. Schaeferhundseite.de

      Hallo Anette!

      Hunde brauchen nicht Gassigehen, weil sie dann unkonzentriert beim Training sind? Oh man! Jeder, der Hunde hat, weiß doch, dass mehrmals täglich Gassigehen Pflichtprogramm ist und eigentlich nur die Basis der Hundebeschäftigung (plus Training, Spielen usw.). Die Hunde müssen sich ja auch lösen, austoben, einfach Hund sein usw. Und wenn sie ab und an mal kurz aus ihrem Zwinger kommen und ihr als Nachbarn zudem nie seht, wie die Frau mit den Tieren spazieren geht oder zu ihrem „speziellen Training“ fährt, dann ist das doch keine artgerechte Haltung. Bei Minusgraden draußen? Tagsüber in einer Hütte eingesperrt? Ja, macht unbedingt mal ein paar Videoaufnahmen und prima, dass jemand mal die Zeiten aufschreibt, wo die Hunde jaulen. Vielleicht kann jemand auch mal beobachten (die Ü-70 Kandidaten vielleicht 😉 ), wann und wie lange sie die Hunde mal rauslässt.
      Ich drücke den Hunden die Daumen, dass sich ihre Situation bald besser. Besonders das Wegsperren in der Hütte auch tagsüber finde ich besonders schlimm.

      Liebe Grüße,
      Vanessa

    1. Schaeferhundseite.de

      Hallo Jürgen!

      Danke für die Infos 🙂
      Dort steht ja auch einiges zur Zwinger- und Kettenhaltung.

      Beste Grüße,
      Vanessa

  7. Gabriele Düssel

    Erst einmal möchte ich mich für diese informative Seite bedanken.
    Wir haben einen Schäferhund 3jährig aus dem Tierheim geholt. Wie
    wir inzwischen festgestellt haben, muß er wild gehalten worden sein
    und wenn er nicht parierte muß er geschlagen worden sein. Wir haben
    ihn jetzt 2 Jahre. Dieser Hund gibt so viel zurück. In der Anfangszeit
    konnten wir keinem Hund nahe kommen. Er stieg sofort in die Leine.
    Mein Mann und ich haben Hundeerfahrung, doch was diesem armen
    Wesen passiert sein muß, einfach schrecklich. Er entwickelt sich bei
    uns prächtig. Die Kommandos sitz und bleib sitzen noch nicht ganz fest
    doch wir arbeiten dran. Der Hund ist so dankbar. Zu Hause ein richtiger
    Wolf zum schmusen und spielen. Da wir Rentner sind, haben wir auch
    die nötige Zeit.. Wir laufen gerne stundenlang im Wald. Er hat sichtlich spaß
    daran und mit anderen Hunden geht es auch schon ein wenig besser.

    1. Schaeferhundseite.de

      Hallo Gabriele!

      Ich bin froh zu lesen, dass der Hund sich so gut bei Euch entwickelt. Ihr bringt scheinbar die nötige Geduld und Liebe mit, um dem Schäfi Sicherheit und Struktur zu geben.
      Die langen Spaziergänge genießt er bestimmt sehr. Ich drücke Euch die Daumen, dass er bald auch gelassener bei Hundebegegnungen wird. Wie versucht Ihr das in den Griff zu bekommen? Habt Ihr Tipps? Geht Ihr in die Hundeschule?

      Liebe Grüße,
      Vanessa

  8. Patricia

    Hallo!
    Vielen Dank für die Informationen, die sind wirklich sehr hilfreich! Wir haben nun auch seit 5 Monaten einen Schäferhund und er lebt bei uns auf der Farm. Er hat viel Auslauf und Möglichkeit seinen Geist zu fördern.
    Das Einzige was ich nicht verstehe sind unsere Nachbarn, die sich ständig aufregen sie hätten Angst. Er sei eine Gefährdung für die Nachbarschaft und ein „Killerhund“. Dabei hat er noch nie einer Fliege was getan. Dies verletzt sehr… Ich meine es ist doch ganz klar, dass so ein junger Hund noch nicht perfekt erzogen sein kann und dass er manchmal noch aufspringt und bellt. Er arbeitet jeden Tag fleißig mit uns an Kommandos und neuen Sachen. Manche Leute sind einfach nicht zu verstehen oder sehe ich das falsch?

    1. Schaeferhundseite.de

      Hallo Patricia!

      Also Welpen und Junghunde sind eben wie Kinder 🙂 Die schalten auch gern auf Durchzug, wenn von ihnen etwas verlangt wird, oder sind laut und ungestüm. Und machen natürlich auch allerlei Blödsinn.
      Natürlich hört Dein Hund noch nicht perfekt. Wie auch? Er hat noch viel zu lernen. Eine gute Sozialisation ist natürlich wichtig, damit er zu Menschen und Tieren freundlich ist. Logo!
      Aber warum genau haben die Nachbarn denn Bedenken? Läuft er auf deren Grundstück? Springt er sie an? Klar, ein Schäferhund ist eine imposante Erscheinung im Vergleich mit anderen Rassen, aber darum gleich Angst zu haben. Es ist ja noch nicht mal ein Listenhund 😉 Das Bellen ist ja unter Umständen sogar gewollt, denn die Rasse sind ja auch tolle Wachhunde. Dies könnte man den Nachbar vielleicht erklären? Dass er einfach nur anschlägt, um Besucher anzukündigen.
      Vielleicht könnte es helfen, wenn Ihr mit Eurem Schäfi die Begleithundeprüfung ablegt? Oder generell eine Hundeschule besucht? So könntet Ihr zumindest darauf hinweisen, dass Euer Hund die Begleithundeprüfung bestanden hat. Es könnte ebenso helfen, den Hund im Ort oder in der Nachbarschaft angeleint zu lassen und nur auf dem Feld etc. abzuleinen. Auch wenn es bissl doof ist. Wichtig ist, immer freundlich zu solchen Leuten zu bleiben. Euer Schäferhund ist nicht gefährlich, wenn Ihr ihn gut erzieht und das werden die Leute schon merken.
      Ich drücke die Daumen, dass sich die Wogen bald glätten und Eure Nachbarn verstehen, wie toll die Rasse doch ist 😀
      Liebe Grüße,
      Vanessa

  9. Martina

    Hallo,
    ich freue mich über diese Seite. Endlich vernünftige und sachkundige Antworten .
    Nun möchte ich gerne eine Frage einwerfen. Unser 8 Monate alter Rüde ist ein richtiger Goldschatz. Wir waren in der Welpenschule und sind jetzt im Gehorsam um Grundlegendes zu trainieren. Es macht viel Spaß und mein Schäfer lernt schnell. Neuerdings ist nun eine Sache zum „Problem“ geworden. Er fiept sehr, sehr laut, wenn er in sogenannter Wartestellung ist. Er ist vermutlich so aufgeregt und kann es nicht erwarten bis er mit einer Übung dran ist. Dieses Gefiepe macht er nur in der Gruppe ! Beim Üben alleine zeigt er dieses Verhalten nicht. Mir ist bekannt, dass Schäferhunde recht redselig sind. Nun frage ich mich ob es dafür ein Lösung gibt oder legt sich das mit der Zeit, wenn er häufiger dort war ? Ist übrigens mein dritter Schäfi. … aber der erste Welpe/Junghund. Die letzten Zwei waren aus dem Tierheim und haben nie so gequietscht im Gehorsam. Liegts am Alter ? Bin ein bisschen ratlos 😳😊
    Grüße

    1. Schaeferhundseite.de

      Hallo Martina!

      Danke für das Lob über unsere Seite. Wir freuen uns sehr, wenn wir helfen und informieren können 🙂
      Ich kann mir das Szenario auf dem Übungplatz gut vorstellen, wenngleich meine Hunde so ein Verhalten noch nie gezeigt haben. Es ist gut möglich, dass es die Aufregung ist. Was sagt denn der Trainer dazu? Ich glaube ja fast, dass es sich von alleine legen wird und Dein Vierbeiner bald gelassener in der Gruppe ist.
      Vielleicht hat ja jemand noch Erfahrungswerte hier?
      Oder Du stellst Deine Frage mal in einem Schäferhund-Forum. Zum Beispiel hier:
      http://www.das-schaeferhund-forum.de/
      Viel Spaß und Erfolg weiterhin bei der Ausbildung Deines Schäfis.
      Beste Grüße,
      Vanessa

  10. Naomi

    Hallo Martina!
    Wir haben sehr viel Hundeerfahrung mit verschiedenen Rassen und mittlerweile auch bereits den vierten deutschen Schäferhund. Er ist jetzt 3 Jahre alt und wir haben ihn damals mit 6 Monaten übernommen, da die vorige Familie mit ihm überhaupt nicht klar kam. Er ist ein sehr selbstbewusster Rüde mit einem starken Charakter, der damals absolut keine Grenzen kannte oder akzeptierte. Das erste Jahr war sehr anstrengend, er musste vieles lernen, aber mittlerweile hat er durch geduldige und liebevolle Konsequenz gelernt, in jeder Situation gerne zu kooperieren und ist zu einem gelassenen, folgsamen und mit allem verträglichen Traumhund geworden.
    Früher hat er auch bei allen für ihn aufregenden oder etwas langweiligen Dingen aus Ungeduld laut gefiept, was übrigens bei vielen arbeitsfreudigen Rassen vorkommt. Natürlich ist die Aufregung in der Gruppe viel grösser und alleine ist es für einen jungen Hund einfacher, ruhig zu bleiben. Vielleicht spielen dabei ja auch die langsam aufkommenden Hormone eine gewisse Rolle.
    Es ist aber sehr wichtig, dass solche Hunde rechtzeitig eine anständige Frustrationstoleranz und Impulskontrolle lernen, da sie sonst immer fordernder und nerviger werden und es irgendwann gar keinen Spass mehr macht, sie irgendwo mitzunehmen.
    Diese Eigenschaften kann man aber sehr gut regelmässig trainieren, indem man z.B. Zuhause Sachen, welche dem Hund sehr wichtig sind, wie Spielzeug oder Futter, vor ihm am Boden hinlegt, ihn aber durch klare Körpersprache davon abhält, daran zu gehen. Er muss sich erst vollständig „herunterfahren“, sich ruhig davor hinlegen und warten, bevor man das Kommando auflöst und er die Belohnung schliesslich bekommt. Oder man nimmt ein Leckerchen in die geschlossene Hand und lässt den Hund erst mal ausprobieren, wie er am besten daran kommt. Die Hand aber nie öffnen, wenn der Hund stürmt, sondern erst, wenn er etwas zurückgeht und einen ruhig anschaut oder sich sogar setzt. Oder ein Spielzeug werfen und den Hund eine Weile ruhig im Fuss halten, bevor er los darf, um das Spielzeug zu holen. Oder den Hund ins „Platz und Bleib“ legen und er muss dann eine Weile warten, während sich zwei Leute vor ihm ein Spielzeug hin- und herwerfen.
    Durch solche täglichen Übungen lernt der Hund mit der Zeit, in jeder Situation und ganz egal, wie stark der äusssere Reiz ist, gelassen zu bleiben, und dass ihn nur Ruhe und Geduld schlussendlich zum Ziel bringen – sowie, dass quengeln und nerven gar nichts bringt😉.
    In der Situation auf dem Hundeplatz sollte er in den Momenten, wenn er laut fiept, natürlich auch keinen Erfolg haben, indem er dann so zu den anderen Hunden hingelassen wird. Er muss lernen, solchen Frust zu ertragen, auch wenn mal gerade gar nichts läuft und er nur zuschauen muss.
    Vielleicht kann man mal versuchen, umzukehren und mit dem Hund ein paar Schritte wegzugehen. Wenn er sich zu sehr reinsteigert, würde ich ihn mal ganz unerwartet in die Seite stupsen, ihn so aus der Anspannung herausholen und ihm zeigen, dass er sich wieder auf mich konzentrieren soll und nicht auf Dinge, die um ihn herum passieren. Sofort belohnen, wenn es mal einen kurzen Moment klappt und er ruhig bleibt. Dabei auch selber immer ganz klar und ruhig bleiben, dann lassen solche pubertären Verhaltensmuster mit der Zeit ganz bestimmt nach – gerade bei einem so hochintelligenten und sozialen Hund wie dem DSH. Viel Spass beim Üben, bei unserem Hund hat es jedenfalls gefruchtet😊…
    Liebe Grüsse

  11. Monika

    Hallo zusammen,
    wir haben einen zwischenzeitlich 15 Monate jungen DSH, mit 9 Wochen vom Züchter gekauft. Wir hatten / haben sehr viele Probleme mit ihm. Schon im Welpenalter von 4 Wochen, als wir beim Züchter ihn und seine 7 Geschwister kennenlernten, zeigte sich einer von den 8 Welpen gegenüber unserer älteren Dackeldame, die wir lt. Züchter mitnehmen sollten, aggressiv bzw. verbellte sie andauernd. Da es zu diesem Zeitpunkt nicht möglich war, ihn vom Kauf auszuschließen, glauben wir, dass wir dann genau den in der Endauswahl von 8 Wochen, bekommen haben. An diesem Tag hatten wir unsere Nelli nicht dabei. Zuhause eingezogen, lief es von Anfang sehr gut mit den beiden und das ist auch heute noch so. Er konnte dadurch auch gleich mit auf Freilauf trainiert werden, was wunderbar klappt. Nur die Leinenführigkeit war von Anfang an ein Problem, denn schon mit 9 Wochen reagierte er auf andere Hunde mit großem Gepöbel. Diese Tatsache alleine schon, überzeugte uns, den oben genannten bekommen zu haben und genau das verschaffte ihm auch mit 3 Monaten den ersten Hundebiss von einer französischen Bulldoge, die sich das nicht gefallen ließ. Aufgrund dieses Ereignisses gingen wir sofort mit ihm in eine Welpenschule. Aber auch hier hatte das Gepöbel an der Leine kein Ende gefunden, nur wenn er frei lief, war oder ist er ein wunderbarer Spielgefährte. Er zeigt auf eine sehr charmante Art, dass er mit einem Artgenossen spielen möchte und sein Gegenüber reagiert natürlich mit Abwehrhaltung. Jetzt ist er 15 Monate alt und sobald er einen anderen Hund schon von der Ferne sieht, ist das Gepöbel da und er lässt sich mit nichts ablenken. Weder Leckerlis, noch Spielzeug oder Kommandos Sitz oder Platz. Er ist nicht abzulenken, außer man ergreift selbst die Flucht und dreht um. Er ist mein dritter DSH. Die vorherigen stammten alle aus der Leistungszucht, keiner zeigte derartige Aggressionen. Sam kommt aus der Hochzucht und es gibt wohl erhebliche Unterschiede. Hat hier irgendjemand einen wertvollen Tip?

    1. Schaeferhundseite.de

      Hallo Monika!

      Oje. Da läuft eigentlich alles so gut, aber die Leinenführigkeit ist der große Haken. Schade.
      Was wurde Euch denn in der Hundeschule geraten bzw. in der Welpenstunde? Mag er außer der Dackeldame absolut keine anderen Hunde? Nicht mal einen Kumpel in der Nachbarschaft, der an der Leine geduldet wird?
      Ihr habt ja scheinbar schon einiges versucht. Damit es zu keinerlei Beißvorfällen kommt (schnappt Eurer denn?) würde ich zum Maulkorbtraining raten. Zumindest zur vorübergehenden Vorsicht. Hat sich ein Hundetrainer das Problem mal vor Ort (also auf einem Spaziergang) angesehen? Mir würde noch einfallen, dass Ihr womöglich einen Obedience Kurs in der Hundeschule besucht. Hier geht es um Gehorsam und eine gute Kommunikation zwischen Hund und Mensch. Der Vierbeiner soll sich da ganz auf den Hundeführer konzentrieren.
      Hast Du die Züchterin mal nach Unterschieden zur Leistungszucht gefragt? Ein guter Züchter ist eigentlich immer die Anlaufstelle Nr. 1.
      Du kannst Deine Frage auch gerne in diesem Forum stellen:
      https://www.das-schaeferhund-forum.de/
      Hier herrscht reger Austausch und es wird meist zeitnah geantwortet.
      Viel Erfolg bei der Behebung des Problems. Ich wünsche Euch bald angenehme und stressfreie Spaziergänge.
      Liebe Grüße,
      Vanessa

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