Schäferhund Pflege und Fellpflege


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Ist ein Schäferhund sehr pflegeintensiv?


Die gute Nachricht zuerst: Der Schäferhund ist ein recht pflegeleichter Kandidat, wenn es um sein Fell geht und er benötigt keine zeitraubenden Reinigungsrituale oder Besuche im Hundesalon.

Er wurde ursprünglich als Hütehund gezüchtet und in den Anfängen der Zucht sogar mit echten Wölfen gekreuzt.

Dementsprechend robust und wetterbeständig ist sein Pelz. Dennoch benötigt natürlich auch ein Deutscher Schäferhund regelmäßige Aufmerksamkeit und ein gewisses Maß an Pflege.

Mit dem Fell allein ist es nämlich nicht getan. Wenn Sie Ihren Hund richtig und regelmäßig pflegen und auch sonst auf ein paar Dinge achten, leisten Sie einen großen Beitrag zu seinem Wohlbefinden und Gesundheitszustand.

Krallen Schneiden Schäferhund
Wenn die Krallen zu lang sind müssen sie geschnitten werden. Aber wie schneide ich die Krallen meines Schäferhundes ohne ihm weh zu tun?

Schäferhund Krallen schneiden

Die Krallen wachsen bei dem Schäferhund wie bei uns die Fingernägel nach und müssen daher von Zeit zu Zeit geschnitten werden wenn diese nicht durch Abrieb auf der Straße automatisch kürzer werden. Je öfter und vor allem regelmäßiger die Krallen geschnitten werden desto einfacher wird das Krallenschneiden.

Warum nutzen sich die Krallen nicht automatisch ab?

Wenn Ihr Schäferhund viel auf Asphalt oder Bürgersteigen läuft dann ist die Abnutzung bedeutend größer als im Wald. Der Abnutzeffekt ist zusätzlich bei schweren Hunden größer als bei leichteren. Zusätzlich spielt die Hornqualität der Krallen eine Rolle. Hat der Schäferhund ein sehr hartes Horn, dann nutzten sich die Krallen entsprechend langsamer ab. Auch bei älteren Schäferhunden ist die Abnutzung der Krallen geringer durch den geminderten Bewegungsdrang. Manche Hunde haben zu wenig Auslauf und somit automatisch längere Krallen.
Die Abnutzung der Krallen hängt also ab von:
  • Untergrund (Asphalt, Wald)
  • Gewicht des Hundes (größere Hunde bessere Abnutzung als kleinere)
  • Hornqualität der Krallen (harte Krallen vs. weiche Krallen)
  • Dauer der täglichen Bewegung 

Warum ist das Schneiden der Krallen so wichtig?

Durch das Krallenschneiden:
  • …vermindert sich die Gefahr, dass der Schäferhund sich die Krallen abreißt, bzw. abbricht
  • … ist das Laufen für den Hund bedeutend angenehmer. Wenn die Krallen kürzer sind biegen sich die Ballen beim Laufen nicht nach oben.
  • … entwickelt sich keine Fehlstellung. Werden Krallen nicht gekürzt so führt dies langfristig zu einer Fehlstellung der Fußknochen und Bänder zueinander und somit zu Schmerzen beim Laufen. Die Krallen schieben den Ballen in die falsche Stellung.
  • … bleibt Ihr schöner Boden von Kratzern durch zu lange Krallen verschont.

Wann sind die Krallen zu lang?

Die Krallen von Schäferhunden sind definitiv zu lang, wenn beim Laufen hörbare Klickgeräusche der Krallen zu hören sind. Ideal ist ein Abstand von ca. 2 mm zum Boden. Als Test können Sie ein Blatt Papier nehmen und versuchen dieses unter die Krallen zum Ballen zu schieben. Ist das nicht möglich, dann sind die Krallen zu lang.
Der Hund sollte zuerst mit den Pfotenballen aufkommen und nicht mit den Krallen.

Wie erkenne ich bis wohin ich Schneiden darf?

In der Kralle verlaufen Nerven und Blutgefäße (das Leben). Diese dürfen auf keinen Fall angeschnitten werden. Je näher Sie den Blutgefäßen sind umso besser können Sie diese sehen. Das nicht durchblutete Horn ist der Teil der Kralle der abgeschnitten werden soll.
Häufig wird gesagt dass das Leben mit der Kralle mit wächst. Wenn die Krallen länger werden, wächst auch das Leben in der Kralle mit. Somit würde sich das Nagelbett zurückziehen wenn die Krallen regelmäßig gekürzt werden. Es gibt allerdings keine wissenschaftliche Studien die belegen dass das Nagelbett (Nerven und Blutbahnen) mit wächst. Es scheint also eher vom Hund abhängig zu sein und nicht von der Länge der Nägel.
So erkenne ich wie weit ich Schneiden darf:
Hellere Nägel ins Licht halten. Dort kann man gut das Krallenbett und die Blutgefäße sehen. Bei schwarzen Nägeln ist meistens nur das langsame Antasten möglich. Sobald der schwarze Punkt vom Blutgefäß kommt auf jeden Fall aufhören. Dann ist man eigentlich schon zu weit! Tipp: bei schwarzen Krallen mit einer Handylampe die Kralle durchleuchten. Wenn die Handylampe zu stark blendet, dann kann das Licht des Handys mit einem Taschentuch etwas diffuser gemacht werden. Mit dem Taschentuch blendet das Licht nicht mehr so stark.

Nicht vergessen: die fünfte Zehe (Wolfskralle)

Hunde besitzen an den Innenseiten ihrer Hinterläufe jeweils eine fünfte Zehe. Diese wächst in der Regel rund und berührt somit nie den Boden. Aufgrund dessen können hier auch keine typischen “Kratzgeräusche” entstehen.Deshalb sollte man den fünften Zehen eine gesteigerte Aufmerksamkeit widmen. Denn wenn diese nicht regelmäßig geschnitten werden, wachsen sie immer weiter, bis in die Haut hinein.Zudem kann der Labrador mit derart langen Krallen auch hängen bleiben, was unter Umständen zu schmerzhaften Verletzungen bis hin zum Abriss der Krallen führt.

Krallenschneiden ist nicht schwer – Wie schneide ich dem Schäferhund die Krallen?

13 Tipps zum Krallen SchneidenWie soll ich dem Schäferhund die Krallen schneiden? Wichtig sind etwas Übung und Feingefühl. Bitte verlassen Sie sich nicht blind auf den Abstandshalter der Krallenschere!
  1. Legen Sie sich alle Utensilien wie Krallenschere (Unsere Empfehlung: PetPäl Krallenschere ) , Notfallset (Seife, oder Blutungsstiller (Amazon) sowie Hundesocken (siehe Hundesocken bei Amazon ) bereit.
  2. Ein guter Zeitpunkt zum Krallenschneiden ist, wenn Sie mit Ihrem Hund spazieren waren oder noch besser: Ihr Hund ist nach dem Spielen müde.
  3. Komfortable Position für den Hund einnehmen. Am einfachsten ist es wenn Ihr Schäferhund  entspannt und ruhig liegt.
  4. Die Pfote sicher und fest halten. Nicht zu locker halten. Das gibt dem Hund Sicherheit.
  5. Verwenden Sie eine gute Lampe oder das Sonnenlicht damit Sie die Krallen gut sehen können. – Sind Sie schon älter und sehen eventuell nicht mehr so gut: Bitte kaufen Sie sich eine passende Tischlupe  (siehe z.B. Tischlupe auf Amazon.de)
  6. Hellere Nägel ins Licht halten. Dort kann man gut das Krallenbett und die Blutgefäße sehen. Bei schwarzen Nägeln ist meistens nur das langsame Antasten möglich. Sobald der schwarze Punkt vom Blutgefäß kommt auf jeden Fall aufhören. Dann ist man eigentlich schon zu weit! Tipp: bei schwarzen Krallen mit einer Handylampe die Kralle durchleuchten. Wenn die Handylampe zu stark blendet, dann kann das Licht des Handys mit einem Taschentuch etwas diffuser gemacht werden. Mit dem Taschentuch blendet das Licht nicht mehr so stark.
  7. Nicht loslassen wenn der Hund die Pfote wegziehen möchte
  8. Es darf nur an den verhornten Krallen geschnitten werden. Sie dürfen nur so lange schneiden wie Sie den verhornten Bereich sehen. Bitte verlassen Sie sich NICHT auf die Abstandshalter der Krallenschere! Die Krallenschere sollte waagerecht gehalten werden (siehe Video auf Youtube)
  9. Nicht schräg schneiden, sondern immer im rechten Winkel zur Wachstumsrichtung der Kralle.
  10. Mit der Krallenschere die Krallenspitze nur millimeterweise abschneiden damit Sie nicht zu weit schneiden!
  11. Vergessen Sie nicht die Wolfskralle an der Innenseite der Hinterläufe. Die Wolfskralle muss auch geschnitten werden.
  12. Ganz wichtig: selbst ruhig bleiben damit der Hund die Rückmeldung bekommt dass alles Ok ist.
  13. Zum Schluss sollte man den Schäferhund ausgiebig loben und streicheln

Was mache ich wenn die Kralle beim Schneiden blutet?

Wenn Sie doch zu weit abgeschnitten haben, dann heißt es schnell handeln:
  • Verletzte Kralle in ein Stück weiche Seife stecken und kurz warten bis die Blutung aufhört
  • Die Seife dient auch als kleine Schutzschicht
  • Danach die verletzte Pfote mit einem Socken (siehe Hundesocken bei Amazon) schützen. Ansonsten würde sich die Seife sofort wieder lösen. Die Socke sollte ca. eine Woche getragen werden. Die Kralle sollte in den ersten Tagen geschützt sein damit sie sich nicht entzündet.
Wer statt Seife lieber einen Blutungsstiller für Hunde verwenden will der kann z.B. den Blutungsstiller von Interpet verwenden.

Welche Krallenschere ist für meinen Schäferhund geeignet?

Es gibt viele Krallenscheren auf dem Markt. Unsere Empfehung: die PetPäl Krallenschere.Krallenschere für den Schäferhund
Wichtig ist es dass die Schneiden der Schere wirklich scharf sind. Das Krallenschneiden tut dem Hund nicht weh wenn Sie eine scharfe Krallenschere verwenden und immer darauf achten nicht zu weit zu schneiden. Siehe Tipps oben.

Vorteile der PetPäl Krallenschere:
  • Die Schere ist scharf und liegt super in der Hand
  • Die Krallen werden sehr glatt abgeschnitten
  • Nur ein sehr geringer Kraftaufwand nötig
  • Wenig Geräusche beim Schneiden. Somit bleibt der Hund ruhig
  • Sicherheitsbügel, damit die Schere sicher aufbewahrt werden kann
  • Sehr schnelles und sauberes Arbeiten möglich
  • Auf für sehr stabile Krallen sehr gut geeignet
  • Mit der Krallenschere können Sie sich den Tierarztbesuch sparen
 Krallenschere in 2 Größen
Die PetPäl Krallenschere gibt es in den zwei Größen S und L. Mehr Infos zur Krallenschere auf Amazon.de

Muss ich meinem Schäferhund die Zähne putzen?

Schäferhund Zahnpflege
Ein gesundes Gebiss ist wichtig. Entzündungen und Zahnstein können den Hund beim Fressen behindern oder zu Appetitlosigkeit führen. Auch Schmerzen sind denkbar, sowie Zahnverlust und Infektionen. Damit erst gar keine Probleme aufkommen, ist eine regelmäßige Kontrolle und Pflege des Mauls angeraten.

Ein gesundes Gebiss ist wichtig. Entzündungen und Zahnstein können den Hund beim Fressen behindern oder zu Appetitlosigkeit führen. Auch Schmerzen sind denkbar, sowie Zahnverlust und Infektionen. Damit erst gar keine Probleme aufkommen, ist eine regelmäßige Kontrolle und Pflege des Mauls angeraten.

Folgende Anzeichen sprechen für ein ungesundes Maul:

  • blutiges oder stark gerötetes Zahnfleisch
  • gelbe oder bräunliche Ablagerungen auf den Zähnen
  • sehr schlechter Atem
  • übermäßige Speichelproduktion
  • Appetitlosigkeit

Was können Sie also vorbeugend tun? Falls der Schäferhund bereits als Welpe zu Ihnen kommt, machen Sie die Maulpflege mit einer speziellen Hunde-Zahnbürste und spezieller Hundezahnpaste zur regelmäßigen Routine, um Essensreste zu entfernen.

Passen Sie dabei die Größe der Hundezahnbürste dem Welpen bzw. ausgewachsenen Hund an. Um es für den Vierbeiner ein wenig angenehmer zu machen, werden mittlerweile sogar Zahnpasten in diversen Geschmacksrichtungen angeboten.
Hat der Hund diese Art der Pflege nie kennengelernt oder weigert er sich hartnäckig, können spezielle Kauartikel und Spielzeuge zur Zahnpflege eingesetzt werden.

In einigen Fällen hilft allerdings nur ein Gang zu Tierarzt, damit dieser die Zähne professionell von Zahnstein und anderem Schmutz befreit.

Wichtig: Oft führen falsche Ernährung und zu viele Leckerchen zu lästigem Zahnstein und weiteren Problemen im Mundraum.


 


Wie pflege ich das Fell meines Schäferhundes richtig?

Striegel für Fellpflege
Mit dem Striegel können überschüssige Hundehaare einfach entfernt werden. Somit landen die Haare nicht auf dem Sofa sondern werden frühzeitig entfernt.

Die Schäferhunde haben, wie ihre Verwandten die Wölfe, Deckhaar und dichte Unterwolle. Dies ist im Gegensatz zum Haarkleid vieler anderer Zuchthunde, ein sehr robustes und natürliches Fell, das keiner intensiven Pflege bedarf.

Zumindest nicht aus Sicht des Hundes. Viele Besitzer heißen Hundehaare auf dem Sofa oder dem guten Teppich allerdings nicht gut.

Da die Haare des Schäferhundes größtenteils jedoch nicht von allein ausfallen, sondern durch Berührung abgestreift werden, ist ein regelmäßiges Striegeln 1-2 mal die Woche unerlässlich.

Besonders während des Fellwechsels kann ein Schäferhund dabei nicht unerheblich Haare lassen.

Für die Fellpflege reichen normalerweise eine Bürste und ein Kamm. Einige Besitzer trimmen auch gern das Fell ihrer Tiere oder nutzen Pflegeprodukte zum Entfilzen oder Sprays für ein glänzendes Haarkleid, was in der Regel alles jedoch gar nicht nötig ist.

Falls der Hund sich nicht gerne bürsten lässt, finden Sie im Fachhandel Striegel, die Sie wie einen Handschuh überstreifen können.

So ist das regelmäßige Ausbürsten ähnlich dem geliebten Streicheln und der Schäferhund lässt es gelassener über sich ergehen.

Bei der Fellpflege sollten Sie gleichzeitig außerdem auf Hautveränderungen (Pilzbefall, Schuppen), Parasiten (Zecken, Flöhe, Milben) und mögliche Verletzungen achten. Zeckenzange und Flohkamm gehören also ebenfalls zur guten Fellpflege.

Wichtig: Gesunde und ausgewogene Ernährung ist ein nicht unerheblicher Faktor für ein gesundes und glänzendes Fell und beugt Allergien und Hautproblemen oft vor.

Fellpflege Schäferhund
Der Schäferhund benötigt normalerweise keine aufwändige Fellpflege. Wenn Sie Hundehaare in der Wohnung reduzieren möchten, so ist jedoch regelmäßiges Striegeln notwendig.

 

Wie oft sollte der Hund baden?

Im Optimalfall gar nicht! Baden und Einshampoonieren zerstören nur die natürliche Schutz- und Fettschicht von Fell und Haut und können zusätzlich zu Juckreiz und Hautirritationen führen.

Baden Sie Ihren Schäferhund darum nur im äußersten Notfall, zum Beispiel wenn er sich in Exkrementen oder einem Tierkadaver gewälzt hat oder wenn es medizinisch nötig ist.

Benutzen Sie zum Einseifen ausschließlich spezielle Hundeshampoos oder mildes Babyshampoo.

Hat der Hund lediglich im Matsch getobt und ist dreckig, können Sie oftmals ganz auf ein Shampoo verzichten und ihn nur mit warmem Wasser abduschen.

Wie Sie am besten vorgehen:

Schäferhund Baden
Der Schäferhund kann gerne im Bach oder See baden gehen. – Das Baden und Duschen mit Schampoo – auch mit Hundeschampoo – sollte aber vermieden werden.

Vorbereitung:

  • Rutschfeste Gummiunterlage in Dusche oder Wanne legen.
  • Mildes Shampoo bereitstellen.
  • Temperatur einstellen und prüfen (warm, aber keinesfalls heiß!).

Baden:

  • Brausen Sie den Hund vorsichtig ab.
  • Beginnen Sie mit den Pfoten und arbeiten Sie sich langsam nach oben.
  • Als Nächstes sind die Rute, die Seiten und der Rücken dran.
  • Vorsicht beim Kopf, benutzen Sie statt der Brause lieber einen nassen Waschlappen, um den Kopf sanft zu reinigen.
  • Den Hund mit einem speziellen Shampoo sanft massierend einseifen (sparen Sie die Kopfregion wenn möglich aus und sorgen Sie dafür, dass kein Shampoo in Augen, Ohren oder Nase gelangt).
  • anschließend gründlich ausspülen.
  • Dabei beim Kopf anfangen und sich bis zur Rute vorarbeiten.

Abtrocknen:

  • Wenn sie mit der Prozedur fertig sind, wird sich der Schäferhund oftmals als Erstes genüsslich schütteln.
  • Trocknen Sie ihn anschließend noch in Wanne oder Dusche so gut es geht ab, aber rubbeln Sie nicht zu fest.
  • Einige Hunde mögen es, mit dem Fön trockengepustet zu werden.
  • Sorgen Sie im Winter für ausreichend Wärme, solange das Fell noch feucht ist.
  • Im Sommer können Sie sich das Abtrocknen auch ganz sparen. Lassen Sie den Schäferhund beispielsweise einfach in den sonnigen Garten.

Wie säubere ich die Augen?

Schäferhund Augenpflege
Die Augen des Schäferhundes pflegen Sie am besten mit einem fusselfreien Tuch. – Ist das Auge entzündet, so sollten Sie einen Tierarzt aufsuchen!

Die Pflege der Augen ist bei Schäferhunden recht unkompliziert und oft nur gelegentlich von Nöten.

Nämlich immer dann, wenn sich Verschmutzungen oder getrocknete Augenflüssigkeit im Augenwinkel ansammeln.

Zum Entfernen reicht es, ein feuchtes und fusselfreies Tuch zu benutzen. Dabei sollte für jedes Auge ein eigenes frisches Tuch verwendet werden, um eine mögliche Übertragung von Erregern zu unterbinden.

Bei hartnäckigen Verschmutzungen werden Pflegetücher im Handel angeboten, die extra für die Reinigung der empfindlichen Augenpartie vorgesehen sind.

Auch wenn die Augen nicht täglich gereinigt werden müssen, so sollten sie dennoch täglich kontrolliert werden, um Krankheiten und Infektionen rechtzeitig zu erkennen.

  • Sind die Augen stark gerötet?
  • Tränen sie übermäßig stark?
  • Gibt es Eintrübungen der Linse?
  • Verletzungen?
  • Sind die Augen verklebt?

Wenn auch nur einer dieser Punkte zutrifft, ist es besser, in die Tierarztpraxis zu fahren.


Wie reinige ich schonend die Ohren?

Ohrenentzündung Tierarzt Schäferhund
Eine Ohrenentzündung kann für den Schäferhund sehr schmerzhaft sein. Dann sollten Sie unbedingt zum Tierarzt gehen!

Da der Hund sehr auf seine Ohren angewiesen ist (Orientierung, Gleichgewicht, Gehör) sollten Sie eine tägliche kurze Kontrolle der Ohren vornehmen. Sie lässt eine drohende Infektion oder einen Parasitenbefall schnell erkennen und somit leichter behandeln.

Damit der Hund die Inspektion seiner Ohren über sich ergehen lässt, sollten Sie dies schon ab Welpenalter trainieren. So zappelt er später nicht herum und auch der Tierarzt wird es Ihnen bei Untersuchungen sicher danken.

Ein Besuch in der Tierarztpraxis ist im Falle der empfindlichen Lauscher sogar angeraten, wenn …

  • die Ohren seltsam und unangenehm richten
  • der Gehörgang stark verschmutzt oder verklebt ist (dunkles Sekret, Ohrenschmalz)
  • Sie kleine schwarze Punkte entdecken (Parasiten)
  • eine Infektion vorliegt (Rötungen, Eiter)
  • Sie eine Wunde entdecken (Blutung)
  • der Hund sich auffällig oft die Ohren kratzt, häufig den Kopf schüttelt oder gar schief hält

Normalerweise reinigt sich der Gehörgang regelmäßig selbst und Ohrenschmalz kann gut abfließen. Darum sollten Sie, wenn überhaupt nötig, nur die Ohrmuschel selbst säubern. Verwenden Sie dafür einen feuchten Lappen und trocken Sie anschließend alles gut ab, denn Feuchtigkeit begünstigt die Ausbreitung von Bakterien. F

ür sehr starke Verschmutzungen gibt es spezielle Reinigungslotionen oder Tropfen im Fachhandel, die auch den Gehörgang mild reinigen. Einfach ins Ohr träufeln und sanft einmassieren.

Anschließend sollten Sie besser in Deckung gehen, denn der Hund wird sich kräftig schütteln und Ohrenschmalz und Dreck werden hinausgeschleudert.

Verwenden Sie bitte niemals Ohrenstäbchen zur Reinigung. Schmalz, Keime, Grassamen und Schmutz werden so nur tiefer ins Ohr hineingeschoben und können erheblichen Schaden anrichten.


Benötigen die Pfoten Pflege?

Asphalt, Wasser, Schnee, Gras, Steine, Wiese, Feldwege. Der Hund läuft täglich auf den verschiedensten Untergründen und dementsprechend beansprucht werden seine empfindlichen Ballen.

Überprüfen Sie darum täglich (z.B. nach dem letzten Spaziergang) die Pfoten.

Pfoftenpflege Schäferhund
Auch die Pfotenpflege bzw. Untersuchung der Pfoten sollte beim Schäferhund täglich durchgeführt werden. Im Winter ist Pflegebalsam wegen dem Streusalz zu empfehlen.

Hierauf sollten Sie achten:

  • Sitzen Steinchen und Dreck zwischen den Ballen?
  • Glas- oder Holzsplitter eingetreten?
  • Sind die Haare an den Pfoten zu lang?
  • Ballen rau und/oder rissig?
  • Sonstige Verletzungen?
  • Grassamen, Dornen oder Grannen zwischen den Zehen?
  • Krallen zu lang?

Bei oberflächlichen Verschmutzungen oder kleinen Verletzungen können Sie die Pflege und Versorgung selbst in die Hand nehmen. Reinigen Sie Ballen mit Pflegemitteln oder brausen Sie Pfoten bei Bedarf kurz ab.

Eine Portion Extrapflege bei rauen Pfötchen ist ebenfalls angeraten. Fettcremes oder Vaseline eignen sich dazu gut.
Vorsicht jedoch bei eingewachsenen Fremdkörpern, Schnittwunden oder verletzten Krallen. Hier sollte auf jeden Fall ein Tierarzt zurate gezogen werden.

Besondere Pfotenpflege im Winter

Schnee, Matsch, Eis und Streusalz setzen den Pfoten im Winter erheblich zu. Damit der Spaziergang dennoch ein Erfolg wird und für den Schäferhund nicht unangenehm endet, können Sie einiges tun.

1. Bevor Sie den Hund anleinen und nach draußen gehen, reiben Sie seine Pfoten dünn mit speziellen Pflegemitteln aus dem Fachhandel ein. Melkfett oder Vaseline eignen sich dazu aber ebenfalls hervorragend. Falls zwischen Ballen und Untergrund zu viele Haare hervorstehen, sollten Sie diese kürzen. Gleiches gilt bei starkem Haarwuchs zwischen den Zehen. Zu viel Behaarung führt nämlich dazu, dass sich Schnee und Matsch dort festsetzen und im schlimmsten Fall Kristalle bilden, die schmerzhaft sind und zu Verletzungen führen können. Benutzen Sie zum Kürzen eine abgerundete Schere oder gehen Sie zum Profi im Hundesalon.

2. Während des Spazierganges sollten die Pfoten regelmäßig von Eis und Schneeklumpen befreit werden. Warten Sie damit nicht, bis Sie zu Hause oder wieder am Auto sind. Vermeiden Sie außerdem stark gestreute Straßen und Gehwege.

3. Nach dem Gassigehen, die Pfoten vorsichtig mit lauwarmem Wasser säubern, gut abtrocknen und mit einer Heilcreme, wie etwa Kamille einreiben. Um den Hund am Ablecken der Salbe zu hindern, können Sie ihm ein Kauspielzeug oder einen kleinen Knochen reichen.

Wem die Pflege zu aufwendig ist oder viel auf gestreuten Straßen unterwegs ist, kann auf Hundeschuhe zurückgreifen. Achten Sie auf einen guten Sitz und hochwertige Qualität.

Deutscher Schäferhund im Schnee
Gerade im Winter leidet der Schäferhund wegen dem Streusalz oft unter wunden Pfoten. Daher ist die Pfotenpflege im Winter besonders wichtig!

 


Checkliste für die Schäferhundpflege

  • Schon den Welpen an bestimmte Berührungen, Abläufe und Routinen gewöhnen. So lässt auch später der erwachsene Hund die Pflege gelassen über sich ergehen.
  • Baden: Nur in Ausnahmefällen oder bei medizinischer Notwendigkeit. Mildes Shampoo benutzen.
  • Fell: Wöchentliches Bürsten des Fells, bei gleichzeitiger Kontrolle auf Haut- und Fellveränderungen, Parasiten und Verletzungen.
  • Augen: Täglich kontrollieren und bei Bedarf reinigen. Weiche und feuchte Tücher benutzen (eins für jedes Auge).
  • Zähne und Maul: Täglich kontrollieren und von Speiseresten befreien. Zahnpasta und Bürste speziell für Hunde benutzen und/oder Kauartikel anbieten.
  • Ohren: Täglich kontrollieren und bei Bedarf reinigen. Keine Ohrenstäbchen benutzen, sondern weiche und feuchte Tücher. Nur den Ohrtrichter säubern. Gehörgang aussparen. Ggf. Reinigungslotionen zu Hilfe nehmen.
  • Pfoten: Täglich auf Verletzungen und Ähnliches kontrollieren. Bei Bedarf Ballen eincremen oder bei Verschmutzung abbrausen. Im Winter regelmäßig von Schnee befreien, Salzrückstände abspülen und Ballen mit Fett oder Wundcreme einreiben. Ggf. Hundeschuhe nutzen.
  • Krallen: Berühren diese den Boden, sollten Sie mit einer speziellen Krallezange vorsichtig gekürzt werden. Bei Unsicherheit den Tierarzt das Kürzen vornehmen lassen.

Wie pflegen Sie Ihren Schäferhund? Bitte hinterlassen Sie einen Kommentar!

2 Gedanken zu „Schäferhund Pflege und Fellpflege

  1. Wer schreibt, ein Schäferhund sei nicht so pflegeintensiv im Haarkleid, hat noch nie einen Altdeutschen Schäferhund besessen. Tägliches Bürsten tut not, wenn er trocken ist. Der lange Behang verfilzt ruckzuck. Besonders an den Oberschenkeln und am Unterbauch…
    Er bringt im Fell alles mit nach hause: Blätter Zweige, Gräser, Stroh….es ist zum verzweifeln. Als Hilfe zum Bürsten nutze ich Schweif und Mähnenspray von meinem Pferd.

    Aber pflegeintensiv ist das alles auf jeden Fall!

  2. Also wer meint der D.SCH. ist pflegeleicht dem kann ich nicht recht geben. Alle 2 Tage muß
    ich sie bürsten. Womit ? Ein Kamm und FURminator mit dem ich allerdings nicht so recht
    zufrieden bin. Was ich früher hatte gibt es nicht mehr das war wesentlich besser keine Ahnung
    wie das Teil hieß.Mit dem Kamm kommen die lange Haare raus ist sehr sehr zeitaufwendig.
    Man denkt es hört nie auf. Bei dem FURminator sieht man den Erfolg so ca nach 10 Minuten
    Doch wo oberflächliche “Nervenbahnen” laufen ist es für den Schäfer nicht sehr angenehm.
    Werde mich mal um einen Striegel kümmern.
    Der Rest vom Schäfer ist pflegeleicht ( Augen,Krallen,Zähne ). Man muß nur wissen wie.
    Die DEUTSCHEN Schäferhundvereine im allgemeinen sind nicht kompetent für diese Fragen.
    Da läßt noch A.H. grüßen,leider leider.Da gilt ja noch der runter gezüchtete Rücken als
    gelungenes Erbmal ( HD läßt grüßen ).

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